Herzlich willkommen

zur 17. Bergischen Gartentour

„Klimawandel“ ist das Stichwort, das auf jedem Gartentreffen und in jeder Fachzeitschrift an erster Stelle steht und für nicht enden wollenden Gesprächsstoff sorgt. Das sich unsere Gärten an den Klimawandel anpassen müssen steht außer Frage. Es steht ein Umdenken bei der Auswahl unserer Gartenpflanzen, der Pflanzenstandorte und der Pflegekonzepte an. War das Bergische Land bisher prädestiniert für halbschattige und feuchte Standorte, so fühlen sich in unserer Region zunehmend hitzeverträgliche Stauden, wie Verbenen, Salbei und auch frostempfindliche Arten wie Euphorbien wohl. Die sonst so robusten Astilben müssen in den tieferen Schatten verpflanzt werden und die üppigen Blütenbälle der Hortensien brauchen an heißen Tagen einen Sonnenschutz.
Dem Klimawandel kann man – bei allen Problemen, die er mit sich bringt - aber auch eine positive Seite abringen. So gedeihen in unseren Gärten zunehmend Pflanzen, die noch vor zehn Jahren keinen Winter überstanden hätten.
In einem Garten in Solingen, der in diesem Jahr das erste Mal bei der Bergischen Gartentour dabei ist, kann man solche Pflanzen mit exotischen Flair schon bestaunen. (Garten Nr. 27)
Wir freuen uns aber auch über zwei weitere neue Gärten, bei denen der Gemüseanbau an ersten Stelle steht. (Garten Nr. 1+30)  Vielleicht lassen sich ein paar Besucher anstecken und wandeln ihr eigenes Gartenparadies in einen kleinen Selbstversorgergarten um.

Jeder blühende Garten trägt dazu bei Insekten, Vögel und anderen bedrohten Tierarten eine kleine ökologische Nische zu verschaffen.
Die Gartenkultur unserer Tage muss auch dazu beitragen, Refugien zu schaffen, in denen es auf aktuelle Fragen der Pflanzenökologie eine Antwort gibt.

Ute Brehm und Michael Schröter

Organisatoren der Bergischen Gartentour
 

Offene Gartenpforte